Hautvorsorge

Durch Faktoren wie Hautalterung und Sonneneinstrahlung kann es zur vermehrten Entstehung von Hautkrebs kommen. Deshalb ist es wichtig, die Haut regelmäßig untersuchen zu lassen.

Man  unterscheidet so genannte Hautkrebs Vorstufen (Aktinische Keratosen) und folgende Hautkrebsarten:

  • Schwarzer Hautkrebs („Melanom“)
  • Weißer Hautkrebs („Basaliom“)
  • Plattenepithel-Karzinom
  • andere (seltene) Tumore

Für die Diagnose wird u.a. ein Auflichtmikroskop (Dermatoskop) verwendet. Hierbei handelt es sich um ein Mikroskop, welches durch polarisiertes Licht die Haut gut durchdringen kann. Unregelmäßigkeiten oder auffällige Veränderungen werden dabei vergrößert und können so sicher beurteilt werden.

Hautvorsorge

Malignes Melanom

Das Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist ein bösartiger Tumor, der bei fortgeschrittener Erkrankung in andere Organe metastasieren (absiedeln) kann.

Therapie

Ein Melanom sollte ehestmöglich entfernt werden. Durch eine regelmäßige Muttermalvorsorgeuntersuchung kann dies meist in einem frühen Stadium erfolgen. Neueste Technologien und künstliche Intelligenz leisten einen wichtigen Beitrag zur Frühest-Erkennung von schwarzem Haukrebs (siehe Ganzkörperfotografie).

Aktinische Keratosen (AK)

AK sind Hautveränderungen, die durch über Jahre gesammelte Sonnexposition ausgelöst werden. Es handelt sich um fleckige Rötungen, die im Verlauf auch Krusten ausbilden können.

AK befinden sich fast immer an sonnenexponierten Körperstellen wie (unbehaarte) Kopfhaut, Gesicht, Hals, Dekolletee oder Arme.

Für die Therapie der AK stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Behandlung einzelner Stellen mit flüssigem Stickstoff (Kryotherapie)
  • Lokaltherapie mittels spezieller Cremes
  • Photodynamische Therape mittels sogenannter Daylight-PDT

Gerne beraten wir Sie über eine für Sie passende Therapieform.

Basaliom

Das Basaliom ist die häufigste Art des weißen Hautkrebses und entsteht fast immer an sonnenexponierten Körperstellen. Basaliome bilden in der Regel keine Absiedelungen (Metastasen) in anderen Organen wie z.B. das Melanom, wachsen jedoch lokal destruktiv, das heißt, sie verdrängen das umliegende Gewebe, wenn sie nicht entfernt werden.

Therapie

Nur sehr oberflächliche Tumoren können mit flüssigem Stickstoff vereist werden. Bei allen anderen Formen wird die Exzision, also die Entfernung des Tumors, durchgeführt. Dies kann in fast allen Fällen in lokaler Betäubung erfolgen. In unserer Ordination bieten wir auch ambulante Operationen an.

Computerassistierte Ganzkörperfotografie (Total Body Mapping) zur Muttermalvorsorge

Um unseren PatientInnen eine möglichst genaue Hautkrebs-Früh(st)erkennung anbieten zu können, bieten wir in unserer Ordination eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung mittels computerassistierter Ganzkörperfotografie an.

Dabei wird eine Kombination aus automatisierter hochauflösender Ganzkörperfotografie und Auflichtmikroskopie Ihrer Muttermale durchgeführt; diese werden zusätzlich mittels künstlicher Intelligenz und Mustererkennung analysiert. Dabei erfolgt eine Analyse nach Asymmetrie, Struktur, Farbe, Fläche, Regelmäßigkeit, Durchmesser und Pigmentierung.

Bei der Kontrolluntersuchung werden die neu aufgenommenen Bilder mit den alten verglichen; veränderte oder ‚neue‘ Muttermale werden automatisch angezeigt.

Ziel ist eine möglichst frühe Erkennung von auffälligen Muttermalen und damit die Früh(st)diagnostik von Hautkrebs.

Vorteile

  • ehestmögliche Früherkennung
  • künstliche Intelligenz und Mustererkennung
  • bestmöglicher Vergleich von alten und neuen Muttermalen
  • genaueste Dokumentation/Beurteilung von Veränderungen
Muttermale

Allgemeine Dermatologie

Ekzeme

Ein Ekzem ist eine trockene, raue und manchmal schuppende Stelle, die in jedem Alter auftreten und unangenehm jucken kann.

Ein Ekzem kann sich in Form einer Neurodermitis (Atopisches Ekzem, Atopische Dermatitis) äußern oder auch lokalisiert in Form eines z.B. Handekzems auftreten.

Therapiemöglichkeiten

  • Hautpflege:  Harnstoffhaltige oder ölhaltige Cremes/Salben, Bade- und Duschöle sollten regelmäßig verwendet werden.
  • Bei Schüben können kurzfristig antientzündliche Cremes/Salben (Kortisone, Calcineurininhibitoren) angewandt werden.
  • Bei schweren, chronischen Verläufen stehen heutzutage moderne Systemtherapie zur Verfügung (Tabletten oder Spritzen).

Auch eine Hyposensibilisierungstherapie (siehe Allergie) kann helfen.

Ekzeme
Neurodermitis

Psoriasis

Unter Psoriasis (Schuppenflechte) versteht man eine chronische Hauterkrankung, die sich durch schuppende entzündliche Hautveränderungen äußert. Es kommt zu einer verstärkten Verhornung der obersten Hautschicht und dadurch zur Ausbildung von rauen verdickten Stellen.

Männer und Frauen können in jedem Alter davon betroffen sein.  Zusätzlich zur Haut kann es auch zum Befall der Nägel oder Gelenken (Gelenksschmerzen) kommen.

Therapiemöglichkeiten

Es stehen mittlerweile sehr gute und effiziente Therapieoptionen zur Verfügung, welche in Abhängigkeit des Schweregrades von Cremen/Salben bis zu immunmodulierenden Therapien (meist Spritzen) reichen.

Psoriasis

Akne (Akne vulgaris)

Akne tritt bei fast allen Personen zumindest 1x im Leben auf. Meistens liegt der Beginn im frühen Jugendalter, kann aber auch erst im Erwachsenenalter entstehen. Akne ist weder eine Hygieneproblem noch ein Zeichen falscher Ernährung! Durch viele verschiedene Ursachen (Veranlagung, Zusammenspiel von Hormonen, äußeren Einflüssen, Stress etc) kommt es zu einer Verstopfung des Follikel-Ausführungsganges bei gleichzeitig erhöhter Talgproduktion. Der zurückgestaute Talg führt zur Verstopfung; es entsteht ein Komedo (Akne comedonica). Kommt es zur eitrigen Entzündung entsteht eine Pustel, ein sogenannter Aknepickel (Akne papulo-pustulosa).

Therapiemöglichkeiten

Basistherapie:
  • Reinigung morgens und abends mit einem milden pH neutralen Reinigungsgel
  • Spezieller Sonnenschutz (mind. LSF 50+
Zusätzlich, je nach Ausprägungsgrad Cremes/Salben/Gele welche folgende Wirkstoffe beinhalten:
  • Benzylperoxid
  • Adapalen
  • Azelainsäure
  • Salicylsäure
  • Versch. Antibiotika (wie Clindamycin, Erythromycin)
Fruchtsäure-Peeling (siehe Peeling)
Systemtherapien
  • Antibiotika in niedriger Dosierung
  • Isotretinoin

Rosacea/Couperose

Rosacea ist eine entzündliche Erkrankung der Haut (Wangen, Stirn) mit Ausbildung von kleinen oberflächlichen Äderchen. Die dadurch hervorgerufene Rötung (Erythem) kann zusätzlich durch eine chron. Immer wieder kehrende Entzündungseaktion verstärkt werden.

Je nach Ausprägung kann es auch zu kleinen entzündlichen Papeln oder auch Pusteln kommen.

Die geröteten Wangen können zusätzlich durch starke Emotionen, scharfes Essen, Alkohol, rasche Temperaturwechsel etc verstärkt werden.

Therapiemöglichkeiten

Basistherapie
  • Spezielle Hautpflege; gerne beraten wir Sie hierbei
  • Lichtschutzfaktor 50+
Lokaltherapien, welche folgende anti-entzündliche Wirkstoffe beinhalten
  • Metronidazol
  • Ivermectin
  • Benzylbenzoat
  • Topische Retinoide
  • Calcineurininhibitoren
Systemtherapie
  • Antibiotika-Therapie, in der Regel über einige Wochen
  • System. Retinoide

Pilzerkrankungen

Eine Pilzinfektion kann sowohl die Haut betreffen (Tinea corporis), als auch Haare oder Nägel (siehe Nagelerkrankungen) befallen.

In unserer Ordination wird neben einer ausführlichen Diagnostik eine Beratung zur Ursachenvermeidung/Minimierung durchgeführt.

Therapiemöglichkeiten

Je nach Ausprägung antimykotische Cremes oder Tabletten zum Einnehmen.

Haar- und Nagelerkrankungen

Haarausfall kann in jedem Alter auftreten und als störend empfunden werden. Vor einem Therapiebeginn erarbeiten wir gemeinsam die Ursache dafür. Mittels Blutuntersuchung werden Mangelzustände ausgeschlossen.
In unserer Ordination erfolgt die Trichoskopie, eine auflichtmikroskopische Untersuchung Ihrer Haare.

Die Therapie kann lokal und/oder systemisch erfolgen und richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

Nagelerkrankungen können durch ein stattgehabtes Trauma, durch Druck oder falsche Belastung oder auch durch verschiedene Pilze oder Autoimmunerkrankungen verursacht werden.

Je nach Ergebnis wird eine antimykotische oder symptomatische Therapie durchgeführt.

Weiters beraten wir Sie gerne bei:

  • Infektiöse Hauterkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Geschlechtskrankheiten
Beratung

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Allergologie Diagnostik und Behandlung

Allergie

Unter Allergie versteht man eine Fehlfunktion des Immunsystems – es kommt zu einer falschen bzw. zu starken Abwehrreaktion auf eine eigentlich harmlose Substanz (Allergen), mit der unsere Haut oder Schleimhaut in Kontakt kommt.

Der Körper kann darauf mit z.B. Hautausschlägen, Symptomen wie juckende Augen, Niesattacken (z.B. Heuschnupfen) oder aber auch mit lebensgefährlichen Reaktionen  wie Atemnot antworten.

Diese Beschwerden können eine Einschränkung der Lebensqualität hervorrufen; sollte bei Ihnen der Verdacht auf eine Allergie bestehen, beraten wir Sie gerne und erstellen gemeinsam ein für Sie passendes Konzept für eine Allergieabklärung- und Behandlung.

Testverfahren

Pricktest: Der Pricktest ist ein Allergietest, der auf der Haut (üblicherweise Innenseite des Unterarms oder Rücken) durchgeführt wird.

Es werden kleine Tröpfchen, welche die zu testenden Substanzen enthalten, auf die Haut aufgetragen. Diese wird dann mit einer spitzen Lanzette angeritzt. Bilden sich Quaddeln (kleine Schwellungen), zeigt dies, dass das Immunsystem auf das Allergen reagiert hat. Das Ergebnis kann man  schon nach ca. 20 min ablesen.

RAST: Dieses Testverfahren wird ergänzend zur Pricktestung durchgeführt; hierbei erfolgt eine Blutabnahme, welche dann im Labor analysiert wird.

Therapie der Allergie

Hat man die Ursache der Beschwerden bzw. den Auslöser der Allergie gefunden, wäre natürlich die beste Vorbeugung, dieses Allergen strikt zu meiden (Allergen-Karenz).

Da dies jedoch meistens nicht machbar ist, gibt es alternativ verschiedene Therapieoptionen, um eine Allergie zu behandeln.

Allergiebehandlung

Hyposensibilisierung
Bei dieser Therapie wird der Körper langsam an das von ihm als „gefährlich“ eingestufte Allergen gewöhnt.

Erreicht wird dies durch eine gezielte und ansteigend dosierte Allergenzufuhr; das kann entweder durch die Einnahme von Tabletten oder der Gabe von Spritzen erreicht werden.

Symptomatische Therapie
Diese ist manchmal notwendig; hier wird ein Antiallergikum in Form von Tabletten, Augentropfen oder Nasenspray verabreicht.